Beihilfegrundlagen für Einsteiger

Pflicht zum Abschluss einer ergänzenden private Krankenversicherung

Ohne eine solche Versicherung zahlt die Beihilfe keine Leistungen aus. Der Abschluss des Krankenversicherungsvertrages ist der Beihilfestelle nachzuweisen -§ 48 Satz 2 Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) iVm. § 53 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V)-. Die VBGR-Mitglieder können hierfür die Angebote der Partnerunternehmen der dbb-vorteilswelt nutzen. Für weitere Informationen klicken Sie auf den unteren der nebenstehenden Buttons.

Zahntechnische Leistungen

Auch zahntechnischen Leistungen sind beihilfefähig. Allerdings gibt es für die Leistungen der Zahntechniker und die Material- und Laborkosten eine Kostendeckelung. Die Beihilfe erstattet von diesen Aufwendungen jedoch nur 40 Prozent (§ 16 BBhV). Wir empfehlen daher, beim Abschluss einer privaten Zusatzversicherung einen sog. Beihilfeergänzungstarif abzuschließen, der diese nicht von der Beihilfe übernommenen Kosten erstattet.

Einreichen der Rechnungen

Sobald Sie Rechnungen mit einem Gesamtbetrag von 200,- € vorliegen haben, könnnen Sie einen Beihilfeantrag stellen. Ausnahme: Sofern Sie innerhalb eines Jahres die 200,- € nicht zusammenkriegen, kann die Beihilfestelle Ausnahmen zulassen. -§ 51 Abs. 7 BBhV-

Es ist ratsam mit dem Antrag auf Beihilfe nicht zu lange zu warten, da eine Rechnung innerhalb eines Jahres ab Rechnungsstellung -nicht ab Behandlungsdatum- bei der Beihilfestelle eingereicht werden muss. Bitte reichen Sie nur Kopien der Rechnungen ein. Nach Ablauf der Jahresfrist besteht kein Erstattungsanspruch mehr. -§ 54 Abs. 1 BBhV-

Unbedingt Vollmacht erteilen

Sie sollten unbedingt mindestens einem Angehörigen eine Vollmacht für alle Beihilfeangelegenheiten erteilen. Hintergrund: Im Falle eines schweren Unfalls kann sonst niemand einen Beihilfeantrag stellen und somit müssten alle Krankenhauskosten von ihren Angehörigen verauslagt werden. Merke: Ohne schriftlichen Antrag mit eigenhändiger Unterschrift zahlt die Beihilfestelle keine Leistungen aus.

Beihilfesatz

Bei Beihilfeberechtigten die für zwei oder mehr Kinder Kindergeld beziehen, erhöht sich der Beihilfesatz von 50% auf 70% - § 46 BBhV-. Sofern der Ehegatte keine eigene Krankenversicherung hat, erhält dieser ebenfalls Beihilfe. Der Beihilfesatz für Ehegatten beträgt immer 70% -§ 4 Absatz 1 BBhV-. Kinder haben einen Beihilfeanspruch von 80%.

Fehler beim Widerspruch vermeiden

Sofern Sie mit der Entscheidung nicht einverstanden sind, können Sie gegen den Beihilfebescheid innerhalb eines Monats ab Zugang Widerspruch erheben. WICHTIG: Der Widerspruch ist SCHRIFTLICH -also nicht per E-Mail- zu erheben und muss eigenhändig unterschrieben sein. Er muss innerhalb der Monatsfrist bei der Beihilfestelle ankommen. Ob es im Einzelfall möglich ist, den unterschriebenen Widerspruch zu scannen, in eine PDF-Datei zu wandeln und dieses PDF per E-Mail zu versenden, klären Sie bitte mit der Beihilfestelle. Gleiches gilt für den Versand per Fax.

Bei Fragen können Sie sich neben der Beihilfehotline auch gerne an unsere Personalräte und Vorstandsmitglieder wenden.

Den Link zur Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) finden Sie hier

 

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